Es
gibt zwei Versionen für die Herkunft des Namens Lenchen:
Zum einen könnte
sich der Name von einer zum Pfingstbach geneigten Berglehne ableiten,
die an die Originallage des Lenchens grenzte und zum anderen werden
im Oestricher Dialekt viele Worte mit "sch" verkleinert.
So ist ein kleines Lehen eine Lehenschen, woraus sich die heutige
Schreibweise Lenchen entwickelt haben könnte.
Die Flächen
des Lenchens werden in verschiedene Filetstücke nach den früheren
Kleinlagen Eiserberg, Eiserweg, Hölle, Pfaffenpfad und Rosengarten
unterteilt. Die Böden des Lenchen sind meist tiefgründige,
kleine Löße, die auch in tiefgründige Lößlehme
und schwere, tertiäre Mergelböden wechseln.
Das Original
Lenchen befindet sich an der nördlichen Ostgrenze. Es ist
geprägt von einem tiefgründigem Lößlehmboden,
welcher mit vielen Wasseradern durchzogen ist. Diese gute Wasserversorgung
gewährleistet auch in trockenen Jahren ein optimales Wachstum
der Rieslingreben.
Der nach Südwesten geneigte Eiserberg ist
in der königlich-preußischen Gütekarte des Jahres
1867 unter der höchsten Qualitätskategorie der Lagen
im Rheingau zu finden.
In dieser Lage wurde nachweislich im Jahre
1920 eine Trockenbeeren-auslese mit 303° Oechsle geerntet.
Ein
weiterer Teil des heutigen Lenchens liegt, südlich vom Rest
der Lage, im Oestricher Rosengarten in unmittelbarer Nähe
zum Rhein.
Die Bodenstruktur des nach Süden ausgerichteten
Rosengartens besteht aus tertiärem Mergelboden, gemischt mit
Lößlehm.
Teile des Rosengartens sind von Mauern umgeben,
die das Kleinklima beeinflussen. Tagsüber speichern die Mauern
die Wärme, die sie in der Nacht wieder gleichmäßig
abgeben. |