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Zitat:
„…Nach dem großen Jahrgang 2009 glänzt Spreitzer mit seinem filigranen, feinen Stil in 2010 erneut. Die sorgsamen Entblätterungsmaßnahmen im Vorfeld förderten die Durchlüftung der Traubenzone, wodurch Fäulnis wenig Chancen hatte. So war es Spreitzers möglich, den goldenen Oktober optimal zu nutzen. Lange Hangzeiten am Stock, die Hauptlese begann hier erst am 18. Oktober, führten zu einer besseren Ausreifung der Trauben. Die Weine sind ungemein trinkanimierend, sie vereinigen eine schon fast an Moselrieslinge erinnernde Zartgliedrigkeit mit Rheingauer Kraft und Pikanz und machen einfach Lust auf das zweite Glas. Im guten Basis- und mittleren Segment ragt bei den Trockenen die im Holzfass ausgebaute Spätlese Alte Reben aus dem Doosberg heraus, die mit einer expressiven Würze besticht und eine preisgünstige Alternative zu den Ersten Gewächsen ist. Das Erste Gewächs aus dem Wisselbrunnen vereinigt Kraft und Eleganz und im komplexen Bukett finden sich erdige, tabakige Noten sowie gelbfleischiges Obst. Das Oestricher Lenchen besticht mit filigranem Charme, Blüten und erinnert an einen Gebirgsbach.
Erneut wurde eine ganze Reihe an hochklassigen edelsüßen Weinen eingefahren, die alle überzeugen. Das Lenchen zeigt sich mit feinwürzigen Noten, zartgliedriger Struktur und verspielt. Der Wisselbrunnen ist dagegen dichter gewoben, glänzt mit salzig-mineralischen Noten und einer eleganten Dichte. Ausgezeichnet ist einmal mehr die brillant klare, belebende Spätlese „303“ von eisenhaltigen Böden in der alten Weinbergslage „Eisenberg“. Die beiden Trockenbeerenauslesen aus dem Lenchen und aus dem Doosberg trumpfen mit cremiger Substanz und köstlichen Aromen von Pfefferkuchen sowie mit einem vibrierenden Süß-Säure-Spiel auf.“ |